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Fokus auf ein neutrales Anlageverhalten

Neutral Investieren

Einfach und günstig

Was ist der Hintergrund?

Rendite entsteht durch den Mehrwert den Unternehmen für die Konsumenten/Käufer erschaffen. Alle Rendite entsteht somit in der Wirtschaft. In der Annahme des neutralen Anlegers ist die für ihn nachhaltig erreichbare Maximal-Rendite die Durchschnittsrendite aller Unternehmen der Welt. Eine höhere Rendite erfordert Selektion, deren nachhaltiger Erfolg er jedoch bestreitet (80 % aller aktiver Fonds sind schlechter als der neutrale Markt ohne Kosten). Für das neutrale Investieren gibt es auch eine Beschreibung für den neutralen Anleger:

  • Der neutrale Anleger hat keine Präferenzen nur einen Anlagehorizont. Er hat keine Meinung dazu, ob der aktuelle Markt gerade zu teuer ist oder zu billig. Selbst, wenn er dazu eine Meinung hat, will er nicht auf diese Meinung sein Geld setzen.
  • Der neutrale Anleger will auch diesbezüglich keine Meinung eines „Experten“ in Betracht ziehen, weil er davon ausgeht, dass auch der Experte keine Glaskugel besitzt.
  • Der neutrale Anleger geht davon aus, dass alle Informationen im aktuellen Marktpreis eingepreist sind. Somit ist der aktuelle Preis immer der richtige Preis.
  • Der neutrale Anleger geht davon aus, dass er kein besseres Know-how besitzt, als der Durchschnitt der Anleger. Somit wird er nie selektieren wollen, sondern immer möglichst breit diversifizieren.
  • Weiterhin würde ein Experte, der dieses Wissen besitzt, dann dieses Wissen nicht verkaufen, sondern selbst einsetzen. Berater haben in der Meinung des neutralen Anlegers bestenfalls ein durchschnittliches Marktwissen.

Worum geht es?

Oftmals investieren Anleger die vorhandene, überschüssige Liquidität nicht, weil sie Angst vor einem falschen Einstiegszeitpunkt haben. Allerdings weiß man leider immer erst im Nachgang, wann man hätte einsteigen sollen. Oftmals bleiben Chancen ungenutzt und Geld einfach nur liegen. Unter der Annahme, dass der Preis des Vermögensanteils immer stimmig ist, gibt es keinen Grund die überflüssige Liquidität nicht zu investieren.
Die Umsetzung funktioniert nur, wenn man als neutraler Anleger auch einen neutralen Markt definiert. Der „neutrale Markt“ kann somit ein maximal diversifiziertes Depot an globalen Aktien sein, unter der Annahme, dass der Euroanleger kein Währungsrisiko eingehen möchte, kann der „neutrale Markt“ auch als maximale Diversifizierung aller Unternehmen in Europa definiert werden.

Wie kann ich mir die Anlage in marktneutrale Fonds vorstellen?

Jegliches Rendite-/Risikoverhältnis des neutralen Marktes kann durch die entsprechende Beimischung eines sicheren Zinsanteiles erreicht werden. Der neutrale Anleger benötigt somit nur zwei Anlageklassen um jedes Rendite-Risikoverhältnis darzustellen, den breiten Aktienmarkt und den sicheren Zinsmarkt. Aus diesem Grunde kann die Strategie auch als Benchmark-Investing“ oder auch als „Schwarz-Weiß-Strategie“ bezeichnet werden.
Das Mischverhältnis von Rendite und Sicherheit wird vom Berater unter besonderer Berücksichtigung des Zeithorizontes und der Risikotragfähigkeit und regelmäßig überprüft.  


Was sind die Stärken und Schwächen der Strategie?

Stärken:

  • Der neutrale Anleger hat kein Substanzverlustrisiko durch die breite Streuung. Der breite Markt schwankt zwar, aber die Ausfallrisiken der Unternehmen werden durch die Wachstumschancen anderer Unternehmen ausgeglichen. Der neutrale Anleger muss nur warten können, er hat praktisch nie Handlungsbedarf.
  • Die Umsetzung dieser Strategie ist in der Regel sehr kostengünstig.

Schwächen:

  • Die Schwankungen des Aktienmarktes können sehr unterschiedlich ausfallen. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger die Schwankungen emotional nicht tragen kann und zur Unzeit verkauft.
  • Der Zeithorizont vom neutralen Anleger wird Jahr für Jahr geringer. Somit muss das Mischverhältnis auch regelmäßig angepasst werden. Ohne Betreuung können somit Risiken auftreten.
  • Wenn der Markt steigt, gibt es immer Anlagen die besser gewesen wären. Wenn der Markt fällt, gibt es immer Anlagen die weniger gefallen wären. Wer häufig vergleicht, für den ist es schwierig der Strategie treu zu bleiben.