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Fokus auf Ausschüttungen bei Substanzerhalt

Ausschüttungsstrategie

Vom Vermögen leben

Was ist der Hintergrund?

Zinsen erhält der Anleger dafür, dass er einem Dritten Kapital für einen vereinbarten Zeitraum zur freien Verfügung überlässt. Die Höhe der Zinsen lässt sich wie folgt ableiten:
Kurzfristiger Zins der EZB (aktuell -0,45 % ) + Prämie für Liquiditätsverzicht (aktuell 0,2 % auf 10 Jahre) + Risikoprämie, die der Verleiher von Geld als Ausgleich haben möchte, dass der Dritte seinen Verpflichtungen nicht nachkommt (diese Risikoprämie kann von 0,1 % bis 20  % (Kontoüberziehung) ausfallen).


Wichtig: Ein Zins verliert mit der Dauer an Wert, weil die fixe Zinszahlung durch die Inflation an Kaufkraft verliert.

Dividenden erhält der Anleger, weil er als Eigentümer das Recht hat einen Teil des Jahresgewinnes aus dem Unternehmen zu entnehmen. In der Hauptversammlung der Eigentümer wird die Höhe der Gewinnausschüttung Jahr für Jahr beschlossen. Entnehmen die Eigentümer zu viel Gewinn, dann verbleibt zu wenig Kapital für Innovation und Wachstum in der Gesellschaft, entnehmen sie zu wenig Gewinn, dann könnte der Vorstand den erreichten Gewinn unter Umständen falsch investieren und er wäre wieder weg. In der Regel werden 30 % - 45 % des Gewinns ausgeschüttet und der Rest reinvestiert. Eine Dividende ist langfristig betrachtet inflationsgeschützt. Der Gewinn steigt nominell mit den Preisen.
40 % vom durchschnittlichen Jahresgewinns = Dividende.

Wichtig: Die Dividende passt sich an das Preisniveau an.

Miete erhält ein Anleger in der Regel für die Überlassung von Wohn- oder Geschäftsräumen. Die Höhe der Miete setzt sich wie folgt zusammen:
+ Ersatz des Wertverlustes (Abschreibung)
+ Ersatz von Reparaturen
+ Ersatz von Aufwendungen (Steuer, Versicherung, …)
+ Verzinsung des eingesetzten Kapitals
+ Risikoprämie für unerwartete Kosten durch den Mieter
+ Risikoprämie/Gewinn für das Eingehen von Risiken
= Miete


Wichtig: Die Miete ist langfristig betrachtet inflationsgeschützt.

Worum geht es?

Es geht darum, dass mit obigen Vermögenswerten ein regelmäßiges Einkommen geschaffen werden kann. Dieses Einkommen ersetzt unter Umständen das Einkommen aus der eigenen Arbeitskraft.

Dafür gibt es jedoch drei Voraussetzungen:

  • Die Unternehmen müssen auch nachhaltige Gewinne machen.
  • Die Zinszahler (Gläubiger) muss Willens und in der lage sein die Zinsen zu zahlen und auch die geliehene Summe am Laufzeitende wieder zurückzahlen.
  • Der Mieter muss Willens und in der Lage sein, die Miete zu zahlen und weiterhin soll der das Überlassungsgut pfleglich behandeln.

Wichtig: Probleme entstehen, wenn Unternehmen Dividendenauszahlen und diese aus der Vermögenssubstanz entnehmen, wenn Zinszahler neue Kredite aufnehmen um die Zinsen Zahlen zu können und wenn Mieter nicht mehr zahlen.

Insofern ist festzustellen, dass „Vom Vermögen leben“ auch jede Menge Arbeit und Energie bedingt.

Wie kann ich mir die Anlage in Ausschüttungs-Fonds vorstellen?

Wir investieren für Sie über Fonds und ETF in eine Mischung aus breit diversifizierten Dividendenaktien, breit diversifizierten Immobilienvermögen oder in Zinsanlagemöglichkeiten. Durch die Mischung der Einnahmequellen erhalten Sie eine berechenbare und nachhaltige Ausschüttung pro Jahr.

Die Höhe und somit auch der Aufbau und das Mischungsverhältnis hängt von Ihrer Vorgabe ab. Die Vorgabe bezieht sich nur auf die Höhe der Ausschüttung bei Substanzerhalt. Es ist für jeden Anleger schwierig eine gute Vorgabe zu machen, denn machen Sie eine zu hohe Vorgabe, dann riskieren Sie Substanzverluste, denn um die Ausschüttungen zu erzielen gibt es folgende Wege:

  • Die Schuldner werden schlechter in der Bonität.
  • Die Vermietungen werden im gewerblichen Bereich durchgeführt oder in qualitativ schlechteren Gebäuden und Lagen.
  • Die Unternehmen mit sehr hohen Dividenden sind oft nicht zukunftsfähig.

Um die Ausschüttungen nachhaltig zu erhalten überprüfen Sie oder Ihr Berater ständig die Vermögenswerte auf Ihre Wirtschaftskraft und Ausschüttungsfähigkeit.

Was sind die Stärken und Schwächen der Strategie?

 Stärken:

  • Kaum Aufwand für den Vermögensinhaber. Die Steuern werden von der Depotbank ausgewiesen, um die Vermögenswerte kümmern sich Fondsmanager.
  • Planbare Ausschüttungen durch Diversifikation.


Schwächen:

  • Je höher die Vorgabe, je schwieriger ist die Planbarkeit.
  • Je höher die Vorgabe, je höher ist das Risiko von Substanzverlusten.
  • Die Ausschüttungen erfolgen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr.
  • Es gibt keine sicheren Zinsen mehr.
  • Die Strategie ist sehr langfristig ausgelegt. Schwankungen müssen ausgehalten werden.